Ausstellung
Bewegend
Historisches Museum
Barfüsserkirche

Geteiltes Leid

Veröffentlicht am Montag, 07. September 2020 in Kooperation mit Historisches Museum Basel.

Die Grenzregion Basel in der Zeit des Nationalsozialismus. Die neue Ausstellung «Grenzfälle – Basel 1933-1945» im Historischen Museum greift persönliche Schicksale auf – eindrücklich, spannend und bewegend.

Wenn heute über die Grenzregion Basel gesprochen wird, dann geht's häufig um Themen wie Einkaufstourismus und grenzüberschreitende Tramverbindungen oder es wird gegen Fluglärm rund um den Euroairport und den Bau eines neuen Hafen-Terminals gepoltert. Doch die Grenzregion Basel hat eine weitaus bewegendere Geschichte zu erzählen als bloss die Verlängerung des 8er-Trams. Die neue Ausstellung im Historisches Museum Basel – Barfüsserkirche, «Grenzfälle – Basel 1933-1945», richtet den Fokus auf Basel in der Zeit des Nationalsozialismus.


Blick in die Ausstellung «Grenzfälle – Basel 1933–1945»
Blick in die Ausstellung «Grenzfälle – Basel 1933–1945» (© Historisches Museum Basel, Natascha Jansen)


Die nationalsozialistische Herrschaft in Deutschland (1933–1945) und der Zweite Weltkrieg (1939–1945) bestimmten das Leben in der Grenzregion Basel massgeblich. Die Ausstellung beleuchtet ganz unterschiedliche Aspekte aus einer Zeit, die von Leid und Millionen persönlicher Schicksalsschläge geprägt war. Familien und Partnerschaften, die auseinandergerissen wurden, wirtschaftliche Vernetzungen und politische Beziehungen, die für Spannungen sorgten und aufgelöst werden mussten – Menschen auf der Flucht.


Das Historische Museum Basel stellt bei all diesen Schicksalen individuelle Geschichten in den Vordergrund – die Grenze, der Stacheldraht, als historisches Symbol für Trennung, Leid, Schmerz und zerrissene Seelen.


Stacheldraht des Grenzzauns zwischen Deutschland und der Schweiz
Stacheldraht des Grenzzauns zwischen Deutschland und der Schweiz (© Dreiländermuseum Lörrach)

Neocid-Trix-Spritze (DDT) der Firma Geigy
Neocid-Trix-Spritze (DDT) der Firma Geigy (© Historisches Museum Basel, Natascha Jansen)


Die anschaulichen Objekte aus dem eigenen Sammlungsbestand des Museums, sowie von privaten und institutionellen Leihgebern sorgen für viel Authentizität. Die einzelnen persönlichen Schicksale werden damit greifbar gemacht, gehen einem nahe und regen dadurch zum Nachdenken über die Vergangenheit unserer Stadt an. Über die kantonale und nationale Flüchtlingspolitik, über das Verhältnis der Schweizer Behörden und lokalen Unternehmen zum Nationalsozialismus, über den unmenschlichen Umgang mit Werten, die eine Gesellschaft eigentlich auszeichnen und zusammenhalten.


Blick in die Ausstellung «Grenzfälle – Basel 1933–1945»
Blick in die Ausstellung «Grenzfälle – Basel 1933–1945» (© Historisches Museum Basel, Natascha Jansen)


Die Auseinandersetzung des Historischen Museums mit Basel in der Zeit des Nationalsozialismus rüttelt auf, schafft Verständnis und sorgt dafür, dass diese von Leid geplagte Vergangenheit und der Alltag der Bevölkerung während des Kriegs nicht in Vergessenheit geraten.


Die Sonderausstellung «Grenzfälle – Basel 1933-1945» sollte ursprünglich am 8. Mai, zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa, eröffnet werden. Aufgrund des Lockdowns musste die Ausstellung nach hinten verschoben werden und ist nun noch bis zum 28. März 2021 im Historischen Museum Basel zu sehen.


Grenzfälle – Basel 1933-1945

Historisches Museum Basel

Vom 21. August 2020 bis 28. März 2021

hmb.ch


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Blick in die Ausstellung «Grenzfälle – Basel 1933–1945»
Blick in die Ausstellung «Grenzfälle – Basel 1933–1945» (© Historisches Museum Basel, Natascha Jansen)


Dieser Partner-Content ist in Kooperation mit unserem Partner «Historisches Museum Basel» entstanden.

Historisches Museum Basel
Das Historische Museum Basel gilt mit seinen drei Häusern als das bedeutendste kulturhistorische Museum am Oberrhein. Es sammelt, bewahrt, dokumentiert und erforscht relevante Zeugnisse des kulturellen Erbes für künftige Generationen, vermittelt den Besucherinnen und Besuchern die Geschichte Basels und ist auch ein Ort der Auseinandersetzung mit Gegenwart und Zukunft.