Peng
Dimsum
Frische Dumplings
Gundeli

Peng, peng, peng!

Veröffentlicht am Donnerstag, 08. Juli 2021 von Valérie Ziegler.

Ja, schon wieder haben wir ein neues Lieblingslokal entdeckt! Peng, so heisst das neue Dumpling-Restaurant im Gundeli. Authentisch-chinesische Küche trifft auf Schweizer Stocki und Spargeln; Altrosa auf Hellgrau und Ming River Baiju auf Campari.

Endlich mal wieder an einem runden Tisch sitzen! Mit nicht nur drei Freundinnen, sondern ganzen sieben. Endlich mal wieder gemeinsam Schlemmen, Trinken, Geniessen! Ach, was haben wir uns auf den Abend bei Peng Dumplings gefreut.

Wir starten, selbstverständlich, mit einem Apéro: Der Sichuan Spritz (Ming River Baiju, Campari, Blutorangen Soda) und der Baigroni (Negroni mit Baiju) sind besonders süffig.



Währenddessen studieren wir das vielseitige Dimsum-Menü. Es ist in Farben unterteilt. Meine persönlichen zwei Favoriten für heute Abend: Purple (Shiitake, Mais, eingelegtes Gemüse, Sellerie, Karotten und Mu-Err Pilz) und die klassisch gedämpften Crystal Shrimp Dumplings, welche diese Woche noch saisonal mit grünem Spargel verfeinert wurden.

Wer an unserem Tisch ebenfalls gut ankommt: die schwarzen, mit Aktivkohle gefärbten, Schweinefleisch- und Schnittlauch-Dumplings an Chili-Öl und einer Balsamico-Soja-Vinaigrette; oder die dank der Zugabe von Kurkuma gelben Poulet- und Koriander-Kreationen. Dazu bestellen wir einen Sommersalat mit drei verschiedenen Dressings. Ebenfalls zum Teilen.

Das Gute am runden Tisch, abgesehen vom gemütlichen Zusammensein: die drehende Platte in der Mitte. Perfekt für alle, die die Vorzüge von «Sharing is Caring» bereits erkannt haben, oder dies nun endlich tun möchten.




Die hausgemachten Teigtaschen in den runden Bambuskörbchen versprühen ihren betörenden Geruch bereits von Weitem. Als wären wir in einer finnischen Sauna. Mhmm.

Hübsch sind übrigens nicht nur die Bambuskörbchen und die verschiedenfarbigen Dimsum, sondern fällt auch die Inneneinrichtung sofort auf: chillige Sofabänke – einmal in Hellgrau, einmal in Altrosa –, die grosszügige Fensterfront zur offenen Küche, edles Holzmobiliar (Ahorn mit Räuchereiche), viel Licht … Hier lässt sich easy Verweilen.



Kleinigkeiten fürs Herz

Verantwortlich für die ästhetische Aufmachung: die Architekten von Stern Zürn.

Der Anspruch an Qualität zeigt sich jedoch nicht nur in der Inneneinrichtung von Peng: «Uns war es wichtig, eine authentische Dimsum-Küche nach Basel zu bringen. Schliesslich will man heute so essen, wie man auch in den Ferien isst», erklärt Max Kneer.

Gemeinsam mit seinem langjährigen Kollegen Lukas Duschmalé hat er sich mit Peng Dumplings einen grossen Wunsch erfüllt. Die beiden Basler kennen sich seit der Kindheit, haben ursprünglich Wirtschaftspsychologie, Wirtschaft, Geschichte und Gesellschaftswissenschaften studiert. Und somit auf jeden Fall viele bereichernde Pluspunkte für das Führen einer Beiz gesammelt. «Wir haben beide während dem Studium in der Gastronomie gearbeitet», erzählt Lukas, «Irgendwann war der Moment für ein eigenes Lokal da: Wenn nicht jetzt, wann dann?»


So haben sie kurz vor dem ersten Lockdown im Winter 2019 / 2020 mit einem Pop-up an der Zwingerstrasse 29 gestartet. Und danach entschieden, fix im Gundeli zu bleiben.


Denn Dimsum sind für Max und Lukas mehr als bloss schöne Erinnerungen an viele gemeinsame Reisen nach etwa Hongkong. «Dimsum bedeutet übersetzt Kleinigkeiten, die das Herz berühren.» Und genau das wollen die zwei Jungunternehmer bezwecken. Mit einer authentischen chinesischen Küche, die sich nicht zu schade dafür ist, mit einer weitgereisten internationalen Cuisine zu fusionieren. Will heissen: Eine Herbstrolle hier kann durchaus mal mit Stocki, Lauch, Emmentaler und Gruyère gefüllt sein. «Regionalität und Saisonalität sind uns sehr wichtig», betont Max.

Peng ist also auf beste Weise weder Fisch noch Vogel. «Wie unser Namensgeber; ein Mischwesen aus der chinesischen Mythologie, das für unsere Fusionsküche steht.»




Beim Gedanken an die verlockenden Teigrollen freuen wir uns schon fast wieder auf den Herbst.

Vorher aber bestellen wir noch Dessert. Brownie an einem Himbeergelée mit Vanillesauce und frischen Himbeeren, frittierte jamaikanische Bananen-Dumplings an einer Schokoladen-Sauce, veganen Matcha Cheese Cake aus Seidentofu und Kokosnusscrème, Kokosnuss-Biskuitkuchen mit Mango-Coulis und Kokosnusscrème ... runder Tisch, du siehst uns bald wieder!

Im Sommer ebenfalls gemütlich ist es im Innenhof und auf der Boulevardterrasse. Freuen darf man sich ausserdem auf spezielle Events wie beispielsweise den Peking Ente-Brunch.

Max und Lukas haben mir zudem einen Dumpling-Champagner-Brunch versprochen. Wenn’s soweit ist, küsse ich den hübschen Marmorboden. Denn diese Kombo ist sowas von Peng!


Genauso wie die Tatsache, dass Lukas und Max ihren Hongkonger Koch, Peter Luk, an dem Tag getroffen haben, an dem er eigentlich von Zürich in seine Heimat England zurückfliegen wollte. Die drei verstanden sich auf Anhieb gut. Doch wo sollten sie testen, ob auch sein Essen schmeckt? Die Küche von Peng stand damals schliesslich noch nicht. «Wir haben ganz spontan die Küche der Migros Klubschule gemietet», schmunzelt Lukas.

Und offenbar hat's geschmeckt. Denn Peter ist glücklicherweise bis heute in Basel geblieben.




Was: Peng Dumplings im Gundeli

Wann: Montag & Dienstag: 11.30 bis 14.30 Uhr I Mittwoch bis Freitag: 11.30 bis 14.30 Uhr & 17.30 bis ca. 24 Uhr I Samstag: 17 bis ca. 1 Uhr

Wo: Zwingerstrasse 29