Sternschnuppen-Nacht
Perseiden
Irgendwo im
Dunkeln

Unvorstellbar faszinierend

Veröffentlicht am Mittwoch, 05. August 2020 von Janine Wagner.

Meteoriten, Asteroiden, Kometen - es ist kompliziert. Einfach ist jedoch: In der Nacht vom 12. auf den 13. August fallen mal wieder bis zu 100 Sternschnuppen die Stunde auf die Erde. Das liegt an den Perseiden. Wie genau es dazu kommt? Wenn ich das nur wüsste ... Aber es ist schön anzusehen!

Mal ehrlich: Kennst du ausser dem grossen Wagen noch ein anderes Sternbild, findest du die Milchstrasse, weisst du, wo die Venus ist? Ich muss zugeben, so sehr mich die Astronomie auch faszinieret, sie überfordert mich kognitiv masslos. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie lange ein Lichtjahr dauert. Beim Gedanken daran, dass meine Augen Sterne sehen können, die es seit hunderten von Jahren nicht mehr gibt, reagieren meine Synapsen mit Kurzschlüssen. Sie produzieren Meteoriten, quasi. Oder Asteroiden?


 

Mein nicht vorhandenes Wissen tut meinem ungebremsten Interesse zum Glück nicht weh. So starre ich wenn immer möglich gebannt in den Himmel und versuche, die eine oder andere Sternschnuppe zu erhaschen, den Nordstern zu finden und mit ihm die Cassiopeia. Natürlich sind auch die Perseiden jedes Jahr fett in meiner Agenda eingetragen, dieses Jahr sind sie in der Nacht vom 12. auf den 13. August besonders gut zu sehen, am besten nach Mitternacht. Mitten in der Woche, jänu.

 

Jedes Jahr von Mitte Juli bis Ende August sehen wir diese Staubspur, die der Komet 109P/Swift-Tuttle hinterlassen hat, als Sternenregen. Die Staubteilchen treffen mit hoher Geschwindigkeit auf die Atmosphäre, verglühen dort und bringen die Luftmoleküle zum Leuchten. Bis zu 100 Meteoren pro Stunde werden erwartet, darunter auch helle Objekte, die man Boliden oder Feuerkugeln nennt. Weshalb das Spektakel seit 150 Jahren immer wieder zu beobachten ist, bringt meinen Intellekt an Grenzen - irgendwann ist doch auch das letzte Staubkorn weggefegt, oder nicht? Du siehst; ich werde also in diesem Jahr wieder einfältig aber zufrieden in den Himmel gucken, mich herrlich unnütz fühlen und staunen. Wehe, es ist bewölkt!


 

Sternengucker, die nicht durch die Lichter der Stadt geblendet werden wollen, können sich in der Lichtverschmutzungskarte einen dunklen Ort aussuchen, um in den Nachthimmel zu blicken. Den Sternenregen besonders gut beobachten kannst du zum Beispiel im Unterengadin.