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Basel

«Wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich hat, ist ein Sklave»

Veröffentlicht am Mittwoch, 13. November 2019.

Musikraten, Whiskey-Raclette schlemmen, 4 Stunden schlafen in nur 30 Minuten (hö?), deine Sorgen auf der Klagemauer teilen und Nietzsche hautnah erleben – all dies kannst du dieses Wochenende tun. Wir zeigen dir wann und wo.

DONNERSTAG

Neue Woche, neues Glück? Der Donnerstag offenbart sich jedenfalls schon mal als vielversprechend. Wir starten an der Eröffnung des Maxi Bazars. In der Greifengasse 11 warten auf 1500 Quadratmetern über 30’000 Artikel für Heim & Sein darauf, von dir ergattert zu werden.

Den Fyrobe geniessen wir heute im Artstübli. Und zwar mit dem Graffiti-Künstler Thierry Furger. Seine Ausstellung Volatile befasst sich mit der Flüchtigkeit und ist inspiriert von Frühwerken aus der «Basel Line». Dazu gibt’s Drinks und Fondue-Häppchen (wenn das nicht vielversprechend tönt!).

(© Thierry Furger, Breakdown | 2019 Spraypaint und Aceton auf Aluminium 137 x 286 cm)

Falls dir nach den Fondue-Leckereien nach einem Tee zumute ist, empfehlen wir den Weg zum Bahnhof SBB. Die Kaffeemacher legen den Kaffee heute Abend nämlich für einmal beiseite und widmen sich der Tee-Sensorik. Was unterscheidet Spezialitäten-Tees von herkömmlichen Sorten? Du wirst es erfahren!

Dass die DonnerStage heute glüht, dafür sorgen «Nomuel». Die Basler Musiker schweben irgendwo im Musikhimmel, zwischen Indie-Rock, Jazz, Funk und Rap. Saxophon, Trompete, Cello, Ukulele, Drums, Gitarre und Keys sind immer mit dabei. Man muss sie einfach gern haben!

Wenn wir schon musikalisch unterwegs sind: Im Didi Offensiv findet diesen Donnerstag das nächste Pub-Quiz statt. Gefragt ist diesmal dein allgemeines Musikwissen bezogen auf die letzten 50 Jahre. Unter anderem musst du auch abgespielte Lieder erraten. Hört sich spassig an!

FREITAG

Am Freitag findet ab dem Nachmittag im CO13 ein gosser Stoffmarkt statt. Zudem gibt’s ab 17 Uhr feines Raclette im Innenhof, begleitet von Zithermusik. Aber das sind noch nicht alle Gründe, heute das 4055 zu besuchen: Einmal im Jahr stellen sich nämlich lokale Ateliers, Bars und Geschäfte vor. Heute ist es wieder soweit – geboten werden unter anderem Konzerte, Ausstellungen, Workshops, Speis und Trank.

A propos Speis und Trank: Im Café OST Bar gibt es Raclette vom Feuerring.

Du kannst von Raclette nicht genug kriegen und träumst insgeheim von Whiskey- oder Williams-Walnuss-Sorten? Dann ist heute dein Glückstag. Diese zwei Kreationen von Mylk sind nämlich nur zwei von zahlreichen Käse-Variationen, die dich im neuen Pop-up Restaurant auf dem Viertel Dach erwarten. Auch Fondue wird’s geben. Keine Angst: Du musst dir dabei nicht den Allerwertesten abfrieren. Nein, die guten Viertel-Leute haben eine schicke Hütte im Dandy-Look gebaut. Cigar-Lounge inklusive. We can’t wait!

Irgendwie passend dazu ist die neue Ausstellung in der Galerie von Bartha. Gezeigt werden neben Originalbauplänen auch Prototypen der Dreamachine der beiden Künstler William S. Burroughs und Brion Gysin. Aber auch fotografische Dokumentationen, welche die zahlreichen Berührungspunkte zwischen der Basler Intellektuellen-Szene und dem New York der 70-er und 80-er Jahre auf eindrucksvolle Weise belegen.

Du magst es lieber abstrakter? Dann ab an die Vernissage von Tizian Aellig und Rudolf Linder. Sie zeigen, wie man mit nur einer Farb-Linie Sinnlichkeit auf ein Blatt Papier zaubern kann.

Ein bisschen Hip-Hop zum Abschluss des Tages? Auf dem Quarterdeck gibt’s nicht nur gute Mucke, sondern auch Eintopf und Sekt.

SAMSTAG

Na, kannst du noch? Oder rosten deine Muskeln schon langsam ein? Falls dies der Fall ist, kannst du dir an der Fitnessexpo Inspiration für dein künftiges Sportprogramm holen. Oder aber du besuchst den Yoga Nidra Workshop im Volta Yoga. Hier kommen selbst die rostigsten Muskeln zur Ruhe. Denn Yoga Nidra wird auch als Schlaf-Yoga bezeichnet. 30 Minuten Yoga Nidra entsprechen ungefähr 3 bis 4 Stunden Schlaf, heisst es. Effizienter als jeder Powernap!

Vom St. Johann spazieren wir tiefenentspannt über die Dreirosenbrücke, um eins der herrlichsten Samstagnachmittags-Programme zu geniessen, das Basel zu bieten hat: Im Flore heisst’s wieder Saturday Sessions. Diese Woche mit Lokas Briggen (Posaune) und Pio Schürmann (Piano). Dazu ein Gläschen Champagner oder Wermut – und vollkommen ist der Apéro à la Parisienne. 

Weil wir schon gediegen unterwegs sind, gönnen wir uns gleich noch den Trüffel-Abend im St. Alban Stübli. Was dich erwartet? Apéro mit Trüffel und Schaumwein, ein Fünf-Gang-Trüffel-Menü mit Weinbegleitung, Mineralwasser und Kaffee. Magnifique!

Im urchigen Rebhaus wird heute Abend nicht dem Trüffel, sondern dem Jazz gefrönt. «Little Chevy» bezirzen mit Swing, Blues & Soul. Um 19.30 Uhr geht’s los (Reservation nicht vergessen!).

Eine Veranstaltung der ganz besonderen Art bietet sich an der Klagemauer von Numas Igra, welche ab 14 Uhr für deine Sorgen, Wünsche und Träume zur Verfügung steht. Vier Stunden später werden deine Beiträge dann von zwei Musikern live performt. Pure Improvisation natürlich!

Zu ernst für einen Samstag? Dann hau’s doch an die Best of 90s Party in der Elisabethenkirche. Hier kannst du dir deine Sorgen tanzend vom Leib schütteln.

Alternative? Groove Thang im AnneX.



SONNTAG

Ready to relax? Dann lass uns brunchen. Wir gehen mal wieder ins SUD, wo zwischen 10 und 15 Uhr regionale Produkte aufgetischt werden.

Falls du auch Nietzsche-Fan bist, empfiehlt sich sonst die geführte Tour (in Englisch) im Historischen Museum. Auf dem Rundgang erfährst du unter anderem mehr über die bahnbrechenden Ideen und das turbulente Leben dieses Genies, das dieses Jahr 175 Jahre alt geworden wäre. Und weil wir auf den Übermenschen hören wollen, stoppen wir jetzt auch mit unserem Wochenendprogramm, denn: «Wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich hat, ist ein Sklave.»