Stadtcasino
Bildband
Reinhardt Verlag

Wie war das eigentlich früher?

Veröffentlicht am Dienstag, 08. September 2020.

Zur Wiedereröffnung des neuen Stadtcasinos ist ein Bildband erschienen, der dir eine kurzweilige Zeitreise durch die Gesellschafts-, Musik-, Kultur- und Baugeschichte der Stadt ermöglicht.

Hast du es schon gesehen, das neue Stadtcasino? Seit Ende August ist es nach über vierjähriger Bauzeit endlich wieder Teil des städtischen Kulturlebens. Das Programm ist eine Wucht: Noch in diesem Jahr finden mehrere Festivals und unzählige Konzerte mit dem Sinfonieorchester, dem Kammerorchester und tollen Gastorchestern statt. Zudem kommen Youssou N’Dour, Dr. Eckhart von Hirschhausen oder Bülent Ceylan zu Besuch.

 

Doch auch wenn du aktuell keinen Konzertbesuch planst, kannst du das einstige Gesellschaftshaus für die Geselligkeit nun neu für dich entdecken. Im Zusammenhang mit dem Erweiterungsbau von Herzog & de Meuron sind nämlich zahlreiche in Vergessenheit geratene Informationen, Bilder und Geschichten aufgetaucht, die nun in einem Buch zusammengefasst wurden. Einmal angefangen, kannst du kaum mehr aufhören, durch die Seiten zu stöbern.


Verschiedene Autorinnen und Autoren beleuchten Architektur, Geschichte und Gesellschaft vom 19. Jahrhundert bis heute.
Verschiedene Autorinnen und Autoren beleuchten Architektur, Geschichte und Gesellschaft vom 19. Jahrhundert bis heute.

 

Wusstest du zum Beispiel, dass Franz Liszt, Clara Schumann oder Johannes Brahms bereits im Stadtcasino auf der Bühne standen? Dass früher nur die Herren Eintritt bezahlten, während die Damen – welche die Mehrheit des Konzertpublikums bildeten – Konzerte kostenlos genossen? Dass am ersten Zionistenkongress von 1897 im Stadtcasino der Staat Israel gegründet wurde? Oder dass im Musiksaal früher Boxkämpfe stattfanden? Diese und unzählige weitere spannende Geschichten und abenteuerliche Anekdoten findest du im Buch «Stadt Casino Basel – Gesellschaft, Musik und Kultur».


So sähe das Stadtcasino heute aus, wenn das Stimmvolk das Projekt von Zaha Hadid nicht abgelehnt hätte.
So sähe das Stadtcasino heute aus, wenn das Stimmvolk das Projekt von Zaha Hadid nicht abgelehnt hätte.

 

Die Texte, Bilder und Fotos erzählen nicht nur, wie es zur Gründung und zum Bau des Stadtcasinos kam, sondern vermitteln ein anschauliches Bild vom einstigen Leben in der Stadt, von der Gesellschaft, ihren Bedürfnissen und Gepflogenheiten. Geschichtsunterricht in seiner spannendsten Form!

 

Das Buch ist beim Friedrich Reinhardt Verlag erhältlich.


Dass auch ein Treppenhaus Kunst sein kann, siehst du im Innern. Aber keine Angst; es gibt auch einen Lift!
Dass auch ein Treppenhaus Kunst sein kann, siehst du im Innern. Aber keine Angst; es gibt auch einen Lift! (© Stadtcasino Basel | Fotografie: © Roman Weyeneth)