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Krakau, bis 1596 die politische, wirtschaftliche, kulturelle und intellektuelle Hauptstadt Polens, war im frühen 15. Jahrhundert „von der grössten Musikbegeisterung erfüllt” (Filippo Buonaccorsi). Davon zeugen heute noch einige musikalische Quellen, deren Inhalt, trotz seiner historischen Bedeutung und einen unzweifelhaften Charme, äusserst selten ausserhalb Polen aufgeführt wird. La Morra widmet sich diesem Repertoire – und der zentraleuropäischen Musikkultur im Spätmittelalter im Allgemeinen – seit Jahren.

Die Krakauer Musik-Handschriften zeugen einerseits von einem intensiven Studium der italienischer und französischer Kunstmusik, andererseits bringen sie wertvolle Einblicke in die lokale Musikproduktion, die von einfacher, oft archaisch klingender Polyphonie bis zu komplexeren Werken des geheimnisvollen Komponisten Mikołaj Radomski reicht.

Ein musikalisches Panorama einer pulsierenden Stadt im Osten des lateinischen Europas, einer Stadt, die auch sechs Jahrhunderte später noch mit seiner Atmosphäre des Mittelalters und der Renaissance bezaubert.

Das Konzert findet in der Kartäuserkirche statt.