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Scratches Sängerin Sarah-Maria Bürgin ist als Elektra Medusa auch solo unterwegs:
Am Klavier oder an ihren Orgeln. Der Sound ist herber, simpler und noch näher am ewig lockenden Abgrund, als wenn sie mit der Band spielt.

Sie besingt zwischenmenschliche Dramen – Songs über Angst, Hoffnungslosigkeit, über abgestürzte Engel oder den Teufel in uns selber, Lieder über Einsamkeit, Verlust, Trauer und Schmerz.
Mit ihren Lyrcis versucht sie das, was im Inneren schmerzt, was so schwierig zu benennen und oft verborgen liegt, poetisch zu umschreiben. Eine dunkle Poetin, die in die Tasten hauen kann, mit viel Kraft, die was zu sagen hat. Sie spricht die Sprache der Nacht, auf der Suche nach dem Licht.
Sie kratzt mit ihrer rauen Stimme an der Oberfläche, reisst Narben auf und bricht Wände ein, lässt unsere Seelen aus dem Schweigen erwachen und der Melancholie frönen.

Aufbrechen ist bezeichnend für Bürgins Schaffen wie Leben. Sie ist eine Reisende, innerlich wie äusserlich. Die Eltern zogen als Entwicklungshelfer durch die Welt: Tschad und Ghana, später dann Bhutan.
Bürgin zog von der Ostschweiz dann nach Zürich an die Schauspielschule (ZhdK), lebte später dann viele Jahre in Hamburg, wo sie im Jahr 2000 ihren Regieabschluss machte.
Zwischen 2000 und 2010 war sie als Regisseurin und Schauspielerin tätig.
Sie war in Russland (Sibirien), auf der Spurensuche des russischen Regisseurs Andreij Tarkowskij und des Schriftstellers Fjodor Dostojewski, lebte später mehrere Monate in Polen, um da, im damaligen Polen, an den zehn Geboten zu forschen.

2009 gründete sie gemeinsam mit Sandro Corbat ihre jetzige Band Scratches, mit der sie im Oktober 2019 unter dem Label Czar of Cricket Produktions das dritte Album „Rundown“ veröffentlichte.