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Edouard Maetzener, Violine
Sayaka Selina, Violincello
Yang Wu ,Klavier

Das zweite Hauskonzert der Saison 2020 befasst sich mit der Musik des Ehepaares Robert und Clara Schumann. Zu hören sein wird der Zürcher Geiger Edouard Mätzener, die Zürcher Cellistin Sayaka Selina und der Basler Pianist Yang Wu. Am Anfang vom Programm stehen zwei Stücke aus den selten gespielten Fantasiestücken Op.88 von Robert Schumann. Als Gegensatz dazu wird am Schluss das zweite Klaviertrio in F-Dur Op.80 gespielt. In Gegensatz zum sehr leidenschaftliche d-Moll Trio Op.63, das im selben Jahr entstand, wird dieses Trio vom Komponisten selbst als „freundlicher und schneller“ bezeichnet. Clara Schumann schreibt 1849 begeistert: „Es gehört zu den Stücken Roberts, die mich von Anfang bis zum Ende in tiefster Seele erwärmen und entzücken. Ich liebe es leidenschaftlich und möchte es immer und immer wieder spielen“. Dazwischen hören Sie Romanzen von Clara Schumann, sowohl für Klavier Solo als auch für Geige und Klavier. Die Romanzen Op.21 und Op.22 sind jeweils Johannes Brahms und dem Geiger Joseph Joachim gewidmet und zeigen eindrücklich, dass Clara nicht nur eine tolle Pianistin, sondern auch eine begnadete Komponistin war. Das wohl rätselhafteste Werk im Programm sind die Gesänge der Frühe Op.133 von Robert Schumann. Er schrieb seinen letzten Klavierzyklus im Oktober 1853, ungefähr ein halbes Jahr vor seinem Selbstmordversuch. Ihm lag das Werk aber so sehr am Herzen, dass er sich später vom Heil- und Pflegeanstalt in Endenich aus noch intensiv um dessen Veröffentlichung bemühte. Ursprünglich trug der Zyklus noch die Widmung „An Diotima“ - die sokratische Liebeslehrerin aus Hölderlins Roman „Hyperion“ - in seinem Titel. Schumann strich die Widmung später jedoch ganz und es bleibt bis heute unklar was er mit dieser Widmung meinte.