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Der gegenwärtigen künstlerische und akademische Diskurs zeigt nur wenig Einigkeit darüber, was die Kategorie der Frau ausmacht oder ausmachen sollte. Nandini Hasija's Ausstellung zielt darauf ab, diese Kategorie zu erforschen, indem sie eine spezifische Disziplin innerhalb des Feminismus namens "Womanism" untersucht. Womanism ist eine Perspektive des sozialen Wandels, die in den Alltagserfahrungen und dem Umgang mit Herausforderungen Schwarzer Frauen und anderer Frauen of Color in alltäglichen Räumen wurzelt.

Die ersten Bestandteile dieser Reihe befassen sich mit der Entwicklung, Verortung und Konstruktion der zeitgenössischen indischen weiblichen Identität. Sie wird durch Konzepte des Essentialismus, der Intersektionalität, der Identitätspolitik und der feministischen Theorie näher beleuchtet.

Hasija hinterfragt die Glorifizierung der Natur, die die Ausgrenzung des Individuums unterstützt, das nicht in die geschlechtsspezifische Definition dessen passt, was als "biologisch natürlich" gilt.

Sie entwickelt ein künstlerisches System innerhalb des Konzepts des Womanismus, indem sie das Medium der Installation und der Zeichnung nutzt - und die Unterstützung feministischer Perspektiven sowie die sorgfältige Arbeit an Intersektionalität und Identitätspolitik sucht. Die feministische Ideologie ist eng mit einem volkstümlichen Prozess des Kunstmachens verbunden. Sie erlaubt es der Künstlerin, eine Art des Kunstmachens zu erforschen, die von der Literatur der Frauen- und Geschlechterforschung geprägt ist und gleichzeitig eine auf Spiritualität basierende Perspektive innerhalb des künstlerischen und akademischen Diskurses zulässt.