Der mit den Wölfen heult – Hommage an den letzten Spruchsänger Michel Beheim (*1420)

Geboren vor 600 Jahren war Michel Beheim der letzte seiner Art, ein Sänger in der Tradition der Spruchdichter, die sich an den Höfen des Spätmittelalters verdingten und gegen bare Münze ihren Dienstherren Ehre verliehen. Beheims Worte: «wer bei den Wölfen wohnt, muss mit ihnen heulen» – ein Sprichwort, das wir als «wes Brot ich ess’, des Lied ich sing’» kennen. Über 400 Lieder sind auf seine 11 Meistersingermelodien erhalten, zu jedem Thema: sei es ein Preislied auf die Universität, ein Scherzgedicht über eine unzüchtige Äbtissin, eine Warnung vor schlechten Sängern, eine Schimpftirade gegen Instrumente oder ein Gotteslob. Zwischen Beheims Liedern und Geschichten erklingt Instrumentalmusik, die zu seinem Leidwesen an den Höfen seiner Zeit immer beliebter wurde; neben der Alta capella war das Duo aus grosser und kleiner Laute sehr beliebt, weil sich damit die ganze Bandbreite mehrstimmiger Musik spielen liess.

Es finden jeweils zwei Vorstellungen statt: Um 17.15 Uhr und um 19.15 Uhr – jeweils eine Stunde!

Mit der Gründung des Vereins ReRenaissance in Basel setzt die Musikszene der Stadt einen deutlichen, weiteren Akzent auf die Wiederbelebung der Frühen Musik. So stehen in den kommenden Monaten einige unbekannte Werke auf dem Programm, die jeweils am letzten Sonntag des Monates in der Basler Barfüsserkirche zur Aufführung gelangen. Sie alle entstammen der Musikwelt der Renaissance.

Um Anmeldung wird gebeten per Mail an hello@rerenaissance.ch oder per Telefon an +41 79 744 85 48.