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Kein anderes Gedicht hat nach 1945 solche Berühmtheit erlangt wie Paul Celans «Todesfuge». Entstanden unter dem unmittelbaren Eindruck der Ermordung Celans Eltern durch die Nationalsozialisten, gilt es als eines der frühesten literarischen Zeugnisse im Angesicht der Shoah. Thomas Sparr zeichnet die Geschichte dieses Gedichts nach, das wie kein zweites deutschsprachiges Werk in der Nachkriegszeit eine ganze Epoche ins Bild setzt und eine enorme, bis heute andauernde internationale Wirkungsgeschichte entfaltet.

Thomas Sparr (*1956 in Hamburg) arbeitete an der Universität in Jerusalem und im Deutschen Literaturarchiv in Marbach. Er leitete u.a. den Jüdischen Verlag, und arbeitet heute als Editor-at-Large im Suhrkamp Verlag in Berlin. Zuletzt erschien von ihm «Grunewald im Orient. Das deutsch-jüdische Jerusalem» (2017).

Moderation: Alisha Stöcklin (Universität Basel)